Rotstift oder Buntstifte
Was ist jetzt die richtige Wachstumsstrategie?

Bild: Ornavi und Gina San­ders — AdobeStock

Alle Unter­nehmen haben Raum für Ver­bes­se­rungen, aber nicht alle Füh­rungs­kräfte wissen, wo sie nach Ver­bes­se­rungen suchen oder wie sie in schwie­rigen Zeiten den Kurs kor­ri­gieren und Ver­än­de­rungen errei­chen können. Gerade jetzt stellen sich Unter­nehmer und Füh­rungs­kräfte die Frage, ob und über welche Ein­spa­rungen und durch welche Ver­än­de­rungen das Unter­nehmen zukunfts­fähig bleibt.

 

Beson­ders schäd­lich ist es, eine Wachs­tums­stra­tegie zu wie­der­holen, die in der Ver­gan­gen­heit funk­tio­niert hat. Oft ver­lassen sich Unter­nehmen auf Stra­te­gien, die zu einer bestimmten Zeit funk­tio­nierten. Aber mög­li­cher­weise sind weder die Bedin­gungen noch deren Kon­text die glei­chen, sodass die gewünschten Aus­wir­kungen auf den Markt nicht mehr greifen. Unter­nehmen, die die alten Tricks durch­wühlen, ohne die sich ändernde Markt­dy­namik sorg­fältig zu bewerten, laufen Gefahr, in einem Teu­fels­kreis gefangen zu sein: Die­selben Aktionen zu wie­der­holen und im Laufe der Zeit schlech­tere Ergeb­nisse zu erzielen.

 

Zwar fällt es vielen Unter­nehmen schwer, mit dem durch tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt und neue Geschäfts­mo­delle ver­ur­sachten Wandel Schritt zu halten, doch sind dies nicht die ein­zigen Gründe, warum Unter­nehmen Schwie­rig­keiten haben, Wachstum und Wachs­tums­quellen zu finden und aufrechtzuerhalten.

 

Manchmal ist die größte Bedro­hung für ein Unter­nehmen sein eigener Erfolg oder schlimmer noch seine Selbstzufriedenheit.

 

Laut einer inter­na­tio­nalen Studie der Firma PWC erleben 87% der Unter­nehmen irgend­wann in ihrem Leben eine Phase der Sta­gna­tion, und nur ein kleiner Pro­zent­satz von ihnen erholt sich jemals. Wenn wir unter­su­chen, wie Unter­nehmen gewachsen und gediehen sind, dann wird umso klarer, dass die Erfolgs­wahr­schein­lich­keit nicht durch die von den Unter­nehmen gewählten Wachs­tums­stra­te­gien bestimmt war, son­dern vom Kon­text, in dem die jewei­lige Stra­tegie sowie die Kom­bi­na­tion und Rei­hen­folge der Maß­nahmen umge­setzt wurden.

 

Wachstum ist viel weniger kom­pli­ziert als man denkt und die meisten klas­si­schen Stra­te­gien sind nicht ver­schwunden, son­dern nach wie vor gültig. Erfolg­reiche Wachs­tums­an­stren­gungen eines Unter­neh­mens lassen sich in drei stra­te­gi­sche Phasen einteilen:

  1. Schauen Sie sich den Markt­kon­text an: Die Wahl einer geeig­neten neuen Wachs­tums­stra­tegie reicht nicht aus. Sie müssen den aktu­ellen Markt­kon­text voll­ständig ver­stehen, bevor Sie einen Schritt unter­nehmen. Andern­falls kann Sie selbst die rich­tige Ent­schei­dung oder der rich­tige Wachs­tums­pfad im ungüns­tigsten Moment ablenken. Um es klar aus­zu­drü­cken: Wenn Sie den geeig­neten Wachs­tums­pfad für Ihr Unter­nehmen aus­wählen, sollten Sie immer mit dem Kon­text, den Umständen oder Ereig­nissen beginnen, aus denen sich das Umfeld des Unter­neh­mens zusammensetzt
  2. Pro­bieren Sie unkon­ven­tio­nelle Stra­te­gien: Ändern Sie ihre Denk­weise. Diese Stra­tegie ist in Bezug auf Inves­ti­tionen oder Arbeits­kräfte nicht beson­ders teuer. Zum Bei­spiel kos­tete es Steve Jobs so gut wie nichts, die Bühne auf der jähr­li­chen Apple-Kon­fe­renz zu betreten und Tau­sende von Men­schen dazu zu inspi­rieren, seine Pro­dukte zu begehren und zu kaufen. Was unkon­ven­tio­nelle Stra­te­gien so attraktiv macht, ist, dass es ein Wachs­tums­pfad ist, der die Branche revo­lu­tio­nieren, den Wett­be­werb beenden und sogar einen rie­sigen neuen Markt anführen kann. Die Angst besteht, dass es ein abso­luter Miss­erfolg sein könnte. Unkon­ven­tio­nelle Stra­te­gien beinhalten per Defi­ni­tion das Ein­gehen auf das Unbe­kannte. Zum Bei­spiel soziale Ver­ant­wor­tung von Unter­nehmen, bewusster Kapi­ta­lismus, soziales Unternehmertum.
  3. Über­denken Sie Ihre Unter­neh­mens­kultur: Unter­neh­mens­kultur, Arbeits­um­feld und Men­schen. Diese drei Ele­mente sind mit­ein­ander ver­bunden und haben direkten Ein­fluss auf die Über­win­dung dieser „Wachs­tums­pro­bleme“. Es ist wichtig, eine interne Unter­neh­mens­kultur zu ent­wi­ckeln, die das Enga­ge­ment und die Zusam­men­ar­beit der Mit­ar­beiter för­dert. Men­schen, die in ihre Arbeit invol­viert werden, fühlen sich moti­viert und sind bekann­ter­maßen pro­duk­tiver. Füh­rung spielt in diesem Pro­zess eine grund­le­gende Rolle. Ein guter Manager wird ver­su­chen, ein dyna­mi­sches und kol­la­bo­ra­tives Umfeld zu för­dern, das leis­tungs­ori­en­tiert ist und seinen Mit­ar­bei­tern Ent­wick­lungs­mög­lich­keiten bietet.

Zusam­men­fas­send können wir sagen, dass die mit dem Wachstum unseres Geschäfts ver­bun­denen Pro­bleme immer bestehen werden, da weder die Umwelt noch die Märkte sta­ti­sche Rea­li­täten sind. Die Fähig­keit, sich Her­aus­for­de­rungen zu stellen und sich ihnen anzu­passen, ist wirk­lich wichtig. Daher ist es essen­ziell, eine fle­xible Zukunfts­vi­sion mit einem Zweck und einer Rich­tung zu eta­blieren. Und diese Vision braucht die Unter­stüt­zung effek­tiver Tools, die fle­xibel genug sind, um sofor­tige Ergeb­nisse zu erzielen.

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